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الرئيسية قضايا و أراء Corona führte zu einer Zunahme von Gewalt gegen Kinder
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Corona führte zu einer Zunahme von Gewalt gegen Kinder

د. منال أبو العلاء
Seit 1989 ist in Österreich Gewalt in der Erziehung verboten, ebenso gilt
dieses als Geburtsjahr der UN-Kinderrechtskonvention. Diese wurde am 20.11.1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet und im Jahr 1992 von Österreich ratifiziert. Zum Erziehungsverhalten der ÖsterreicherInnen zeigten die gesetzlichen Vorgaben verbunden mit den präventiven und bewusstseinsbildenden Maßnahmen der vergangenen Jahre positive Auswirkungen. Die Aktivitäten zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sind weiterhin zu forcieren.

Gewalt hat viele Gesichter

Bei Gewalt gegen Kinder und Jugendliche denkt man zuerst meist an körperliche Übergriffe. Gewalt gegen Kinder hat jedoch viele Gesichter. Neben physischer Misshandlung gibt es auch andere Formen der Gewalt, wie Vernachlässigung, sexuelle Übergriffe, finanzielle Ausbeutung oder psychische Gewalt. Häufig erleben Kinder mehrere Formen von Gewalt gleichzeitig.

Gewalterlebnisse, egal welcher Art, haben einen enormen Einfluss auf die Gesundheit und die Entwicklung von Kindern. Gewalt ist oft ein unsichtbares Problem. Weil sie hinter verschlossenen Türen stattfindet. Weil die Menschen ihre Augen davor verschließen. Weil sie es aus Angst oder Scham nicht melden.

Mobbing in der Schule und online
Auch vor Schultüren macht Gewalt keinen Halt: Für viele Kinder ist die Schule ein gefährlicher Ort. Kein Kind sollte Angst haben, in die Schule zu gehen.

Gewalt kommt dabei nicht nur im Schulgebäude vor, in unserer digitalen Welt wird die Schulgemeinschaft durch Social Media erweitert. Cyber-Mobbing ist eine Realität, unter der viele Schüler tagtäglich leiden.

Soziale Medien haben einen großen Einfluss auf das Leben von Kindern, und die ständige Verbindung zum Internet birgt auch viele Risiken, einschließlich der sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen.

Bei weltweiten Umfragen in Schulen gaben zwischen 20 und 65 Prozent der Kinder an, dass sie in den letzten 30 Tagen Opfer von körperlicher oder verbaler Gewalt geworden waren.

Ein Mädchen sitzt vor dem Computer und versteckt das Gesicht hinter ihren Händen.

Gewalt Zuhause
Mädchen mit Teddybär in die Hand.
In Österreich sind jedes Jahr tausende Kinder und Jugendliche von häuslicher Gewalt betroffen, obwohl seit 30 Jahren ein gesetzliches Gewaltverbot in der Erziehung verankert ist. Auch das Miterleben von häuslicher Gewalt ist schädlich.

Corona führte zu einer Zunahme von Gewalt. Für viele Kinder und Jugendliche fallen Vertrauenspersonen z.B. in Schule oder Verein weg, denen sie sich anvertrauen können. 

Eine Studie aus dem Jahr 2020 alarmiert: Für jeden fünften Österreicher sind leichte körperliche Bestrafungen nicht bedenklich und etwa gleich viele sehen drastischere Maßnahmen als notwendige Erziehungsmittel. Gewalt wird nach wie vor primär mit körperlicher Gewalt in Verbindung gebracht, andere Formen der Gewalt werden nicht ernst genommen. Gewalt wird unter bestimmten Umständen nach wie vor als "gerechtfertigt" angesehen und damit bagatellisiert.

Was tun als Opfer oder Zeuge von Gewalt
Niemand muss mit Gewalterfahrungen alleine bleiben. Wichtig ist, mit jemandem darüber zu reden. Sich zu öffnen und über eigene Erfahrungen zu sprechen, ist oft kein einfacher Schritt – aber es hilft und verbessert die Situation!

Gemeinsam enttabuisieren wir Gewalt und bieten Gewalttätern die Stirn


Die Kinderrechtskonvention basiert auf 4 Grundprinzipien

Neben der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" stellt die UN-Kinderrechtskonvention ein weiteres umfassendes, für alle Vertragsstaaten völkerrechtlich verbindliches Übereinkommen zum Schutz der Menschenrechte dar. In der Kinderrechtskonvention wird den speziellen Bedürfnissen der Kinder als besonders schutzbedürftige Gruppe Rechnung getragen. In 54 Artikeln werden darin jedem Kind (in der Kinderrechtskonvention werden alle Menschen unter 18 Jahren als „Kind" definiert) grundlegende politische, soziale, ökonomische, kulturelle und bürgerliche Rechte zugesichert. Damit wird erstmalig jedes Kind als selbstständiger Träger von Rechten anerkannt und respektiert.

• Diskriminierungsverbot: Alle Kinder haben die gleichen Rechte. Kein Kind darf - egal aus welchen Gründen (Hautfarbe, Herkunft, Staatsangehörigkeit, Sprache, Geschlecht, Religion, Behinderung, Vermögen der Eltern etc) - benachteiligt werden. Vorrang des Kindeswohls: Bei Entscheidungen, die Kinder betreffen, mus das Wohl des Kindes ein vorrangiges Kriterium sein.
• Entwicklung: Alle Kinder haben ein Recht auf Leben, Existenzsicherung und bestmögliche Entfaltungsmöglichkeiten.
• Beteiligung: Kinder sollen bei Entscheidungen, die sie selbst betreffen, angemessen eingebunden werden und ihre Meinung äußern können.

Die Vertragsstaaten sind verpflichtet, die Vorgaben der  Kinderrechtskonvention in der nationalen Gesetzgebung umzusetzen und ihre Inhalte in der Bevölkerung bekannt zu machen. Um die Einhaltung dieser Verpflichtungen überwachen zu können, haben die Vertragsstaaten weiters die Aufgabe, alle fünf Jahre Berichte über ihre Maßnahmen und Fortschritte in der Umsetzung der Kinderrechtskonvention dem Kinderrechteausschuss vorzulegen. Um ein möglichst vollständiges Bild zur Lage im jeweiligen Land zu erhalten, stützt der Ausschuss seine Beurteilung auch auf Berichte von nichtstaatlichen Organisationen und unabhängigen Einrichtungen ("Schattenberichte"), wie z.B. der Kinder- und Jugendanwaltschaften oder des Netzwerk Kinderrechte Österreich. Nach einem Treffen mit NGOs und einem öffentlich zugänglichen Hearing gibt der Ausschuss dann eine kritische Stellungnahme zum Stand der Umsetzung der KRK im jeweiligen Land ab, die auch Empfehlungen für Verbesserungen enthält („Concluding Observations").

Die Kinderrechte
"Kinderrechte sind das, was Kinder brauchen, damit es ihnen gut geht".

Mit diesem Zitat eines 8jährigen Teilnehmers an einem Kinderrechteworkshop lässt sich der Inhalt der Kinderrechtskonvention kurz und prägnant zusammen fassen. Die Kinderrechte lassen sich thematisch in drei große Gruppen einteilen:

• Versorgungsrechte: dazu zählen zum Beispiel das Recht auf angemessenen Lebensstandard (einschließlich Nahrung und Unterkunft), auf Zugang zu Gesundheitsdiensten, und auf Bildung.

• Schutzrechte: in diese Gruppe fallen zum Beispiel das Verbot jeglicher Form von Gewalt gegen Kinder und der Schutz vor sexueller und wirtschaftlicher Ausbeutung.

• Beteiligungsrechte: Kinder haben das Recht auf eine eigene Meinung, das Recht sich zu versammeln, ebenso wie ein Recht auf soziale Integration und das grundsätzliche Recht auf Partizipation in allen Angelegenheiten, die Kinder betreffen.

Ein wesentlicher Aspekt in der Kinderrechtskonvention ist auch die Bedeutung der Familie. Die Eltern sollen in ihrer Eigenverantwortung gestärkt und unterstützt werden (z.B. auch durch ausreichende Kinderbetreuungseinrichtungen); das Recht aller Kinder, mit ihrer Familie zusammen zu leben (Familienzusammenführungen) ist ebenso in der Konvention enthalten, wie das Recht des Kindes auf beide Elternteile, wenn diese getrennt leben.

Quelle
https://unicef.at/kinderrechte-oesterreich/gewalt-gegen-kinder/ 
https://www.kija.at/kinderrechte
تاريخ آخر تحديث: 12:30:06@09.06.2021  

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